Chania
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Der Ort
Chania, zweitgrößte Stadt Kretas, war zur Zeit der deutsche Besatzung Hauptstadt der Insel. Hier richtete der Kommandant der Festung Kreta seinen Dienstsitz ein.
Chania im 2. Weltkrieg
Die Stadt wurde am 27. Mai 1941 von deutschen Fallschirm- und Gebirgsjägern besetzt. Zuvor war sie von Stukas (Sturzkampfbombern) bombardiert worden. Dabei wurden Teile der Altstadt und der größte Teil von Kastelli, dem ältesten Teil der Stadt, zerstört.
Am 29.Mai 1944 wurde eine Razzia gegen die jüdische Gemeinde der Stadt durchgeführt. 276 Männer, Frauen und Kinder, die gesamte jüdische Bevölkerung Chanias, wurden abtransportiert. Fast alle kamen zu Tode.
In die Region Chania zogen sich Ende 1944 die deutschen Truppen zurück ("Fester Platz Kreta"), in diesem Teil der Insel endete die deutsche Besatzungsgzeit erst Wochen nach Kriegsende.
Sitz der Festungskommandanten
Villa Andromeda
Für den Diensitz des Festungskommandanten beschlagnahmten die Deutschen die prächtige Villa Andromeda, eine 1870 erbaute neoklassizistischen Villa im Stadtteil Chalepa, etwa einen Kilometer östlich des Stadtzentrums, die zwischen 1897 und 1912 schon als deutsches Konsulat gedient hatte.[1]
Im Garten wurde für General Rommel, der vom afrikanischen Kriegsschauplatz wiederholt nach Kreta kam, ein Schwimmbecken gebaut.
Venizelos-Haus
Wohnsitz nahmen die Festungskommandanten im Haus der Familie Venizelos.

