Kandanos
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Der Ort
Kandanos (griechisch Κάντανος) ist ein Ort auf der griechischen Insel Kreta, 58 km südwestlich von Chania und Verwaltungssitz der Gemeinde Kandanos.
Der antike Vorläufer des Ortes (Kantanos) war Zentrum einer heute untergegangenen Diözese der römisch-katholischen Kirche. Hans-Georg Koitz (Weihbischof im Bistum Hildesheim) ist Titularbischof von Cantano (ital. Schreibweise).
Was geschah
Vergeltungsmaßnahme für Aktionen der Zivilbevölkerung während der deutschen Invasion. Der Ort ist heute hauptsächlich durch eine der schlimmsten Epsioden von Brutalität durch die deutschen Besatzer Kretas während des Zweiten Weltkriegs bekannt: Als Vergeltungsmaßnahme für die Tötung von deutschen Soldaten durch einen Hinterhalt kretischer Freiheitskämpfer wurde der Ort, und teilweise auch die Dörfer Kakopetro und Floria auf Befehl von Generaloberst Kurt Student am 3. Juni 1941 dem Erdboden gleichgemacht und es wurden 189 Mann erschossen. [1].
Die Kreter hatten in einer Schlucht zwischen Kandanos und Floria einen Hinterhalt gelegt, um die deutschen Truppen daran zu hindern, nach Paleochora vorzudringen, wohin sich alliierte Soldaten zurückgezogen hatten, um nach Ägypten ausgeschifft zu werden. Kandanos wurde nach der Zerstörung zur 'Toten Zone' erklärt, d.h. den Bewohnern wurde verboten, in den Ort zurückzukehren und ihn wieder aufzubauen[2].
Die Gedenkstätten
Zur Erinnerung an dieses Kriegsverbrechen sind Kopien der Originaltafeln, die von den deutschen Besatzern zur Abschreckung aufgestellt wurden, an einem kleinen Gedenkplatz ausgestellt. Auf dem großen Platz daneben sind Namen von getöteten Einwohnern verzeichnet.
Sühnezeichen
Die Aktion Sühnezeichen half später beim Aufbau eines Wasserwerks [3]
Die Opfer
In der Nähe des Platzes, an dem die Reproduktionen der Tafeln der deutschen Besatzer aufgestellt sind, liegt ein größerer Platz mit einem Denkmal für die Opfer der Besatzung.
Täter
Verantwortlich: General Student.
Weblink
Ansprache des deutschen Botschafters

