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5.1.2010: Brandanschlag auf die Synagoge von Chania


Schon gewußt?

Vergegenwärtigen - Aspekte der deutschen Besatzung Griechenlands im zweiten Weltkrieg
Veranstalter: POP Πολιτιστική Ομάδα Πρωτοβουλίας - Initiativgruppe Griechische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Tagungsprogramm:

  • Datum: Samstag, 25. September 2010, ab 14:30 Uhr
  • Ort: Griechische Gemeinde Köln, Liebigstraße
  • Dauer: ab 14:30 Uhr bis 20:00 Uhr
  • Kostenbeitrag: 5.00 € Ermäßigt: 2,50 €


Die Folgen der Debatte um die Griechische Wirtschaft und dem Euro während der ersten Monate dieses Jahres sind immer noch zu spüren. Der stellvertretende Ministerpräsident Griechenlands, Theodoros Pangalos, erinnerte in dieser Debatte an die ausstehenden Reparations- und Entschädigungszahlungen Deutschlands an die Opfer der Massaker der Deutschen während der Besatzungszeit 1941-1944 und an deren Nachfahren sowie an die Republik Griechenland. Die Presse und Teile der Politik reagierten damals mit Unverständnis und Ablehnung. Deshalb ist es wichtig, sich an diese historischen Fakten zu erinnern - sich ihrer zu vergewissern, um unser gemeinsames europäisches kollektives historisches Gedächtnis zu stärken – und um Verständnis für die Notwendigkeit des Abtragens deutscher Schulden an Griechenland zu wecken.

Eingeladen hat die ΠΟΠ drei Referentinnen, die unterschiedliche Aspekte der Deutschen Besatzungszeit beleuchten. Die Tagung findet in der Griechischen Gemeinde Köln statt, die auch Mitveranstalter der Tagung ist.

14:45 Uhr –16:45 Uhr: Begrüßung: Niki Eideneier für die ΠΟΠ und eine kurze Einführung zum Thema von Jürgen Rompf

15:15 Uhr –16:45 Uhr: Frau Annette Windgasse „Die Besatzung hat uns nicht gebeugt“ - Geschichte und Geschichten der deutschen Besatzungszeit auf Kreta 1941 – 1945.

An welche Ereignisse denken Griechen, wenn sie Entschädigungen für die Verluste während der Besatzungszeit anmahnen? Die Schlacht um Kreta ist hierzulande noch bekannt – und wird oft unerträglich glorifiziert. Von den Härten des Lebens unter der deutschen Besatzung, von ‚Sühneaktionen’, Zwangsarbeit und Geiselerschießungen und vom Widerstand der kretischen Bevölkerung wissen nur wenige. In fast jedem kretischen Dorf erinnert ein Denkmal an die Opfer. Einige der Geschichten und Erlebnisse, an die sie erinnern, schildert Annette Windgasse. Sie ist Verantwortliche für ein Internetprojekt http://www.kreta-wiki.de, das dieses Thema im deutschsprachigen Raum nicht in Vergessenheit geraten lassen will.

16:45 – 17:15 Uhr: Pause

17:15 – 17:45 Uhr: Frau Dr. Diana Siebert „Leben und Schicksal der Juden auf Korfu.“

Eine Besonderheit der nordwestlichsten griechischen Insel Griechenlands war, dass es hier jüdische Gemeinden von über zweitausend Menschen gegeben hat. Die allermeisten von ihnen kamen nach der Deportation im Juni 1944 im Vernichtungslager Auschwitz um. Warum wird so wenig daran erinnert?

17:45 Uhr – 18: Uhr Pause

18:00 Uhr – 18:45 Uhr: Frau Kerstin Muth „Die Wehrmacht in Griechenland - und ihre Kinder.“

In Griechenland weiß man wenig über die Lebensgeschichten von Wehrmachtskindern - auch heute noch ein Tabu. Die meisten „Deutschenkinder“ ihrerseits schweigen. Doch mit zunehmendem Alter, mit mehr Zeit, Ruhe und Abstand bricht sich oft lange Verdrängtes wieder Bahn ins Bewusstsein. Dann kann Reden befreien und mit dem eigenen Schicksal versöhnen. Auf der Grundlage von Interviews mit Kindern deutscher Soldaten in Griechenland wird deren biographischer Alltag betrachtet; eingebettet in die jeweiligen historischen Umstände, werden Fragen neu gestellt und Antworten gesucht.

ab 19:00 Uhr: Diskussion Wir bitten Euch um eine Voranmeldung unter: Juergen.Rompf@pop-griechische-kultur.de

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Inhaltsverzeichnis

Selbstverständnis

Allein die Besetzung Griechenlands durch die Deutschen war ein Unrecht. Durch die Besatzer wurden aber über die Kriegshandlungen hinaus in vielen griechischen Orten Massaker verübt, die Griechenland-Reisenden oft unbekannt sind. Um die Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und um da, wo es noch geht, die Geschehnisse und die Erinnerungen der Überlebenden den heutigen Kreta-Reisenden bewußt zu machen, haben wir diese Seiten begonnen.

Wir - das sind Menschen, die seit vielen Jahren nach Kreta fahren, die Insel lieben und sich in einem Kreta-Forum zusammengefunden haben. Mitmachen können hier Mitglieder des Kreta-Forums und andere, die Interesse daran haben, diese Aspekte der deutsch-griechischen Beziehungen aufzuarbeiten und zu veröffentlichen.

Leitmotiv

Leitmotiv stellen die Mahnmale dar, die in zahlreichen kretischen Orten zu finden sind. Mit ihnen erinnern die Kreter öffentlich an die Opfer der Besatzung und des Krieges. Sie sind für jeden Reisenden sichtbar, der mit offenen Augen über die Insel fährt und sich fragt, welche Geschichten und Schicksale dahinter stehen. Und sie geben eindeutiger und zuverlässiger Auskunft, als die manchmal ungenauen und widersprüchlichen Angaben in der Literatur.

Zur Orientierung

Es gibt drei Zugriffsmöglichkeiten auf unsere Artikel:

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Arbeitsweise

Wir sind keine Historiker - aber Historiker sind natürlich eingeladen mitzuwirken. Wir beziehen unsere Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen und aus Begegnungen mit KreterInnen und Berichten aus Kreta. Die offene Form des Wikis ermöglicht es, neue Informationen aufzunehmen und evtl. Fehler in der Darstellung zu korrigieren. Die Quellen, auf denen die Informationen beruhen, sollten so weit wie möglich genannt werden; bei mündlichen Informationen selbstverständlich unter Wahrung des Persönlichkeitsschutzes der Gesprächspartner.

Arbeitsprogramm

Schwerpunktmäßig konzentrieren wir uns zunächst auf die Ortsartikel, von denen wir jetzt schätzungsweise zwei Drittel erstellt haben. Allerdings fehlen noch die Städte und auch etliche Informationen bei vielen Orten. Diese werden nach und nach ergänzt. Anschließend werden wir in Personenartikeln die verschiedenen Akteure auf beiden Seiten vorstellen. In einer dritten Phase sollen dann Geschichten und Geschichte in größeren Zusammenhängen dargestellt werden. Da alles ein freiwilliges und ehrenamtliche Projekt ist, behalten wir uns natürlich vor, von diesem Arbeitsprogramm auch abzuweichen oder es zu ändern.

Urheberrecht

Natürlich bemühen wir uns, das Urheberrecht an Texten und Photo zu wahren. Da es vor allem bei Photos aus den 40er-Jahren oft schwierig ist, den Rechteinhaber zu ermitteln, können wir leider nicht so viele Photos zeigen, wie es angemessen wäre. Von mehreren griechischen Autoren bekamen wir ihre Bücher geschenkt mit der ausdrücklichen Genehmigung, die darin enthaltenen Texte und Bilder ins Wiki stellen zu dürfen. Sollten wir einmal unwissentlich gegen das Urheberrecht verstoßen haben, bitten wir um einen Hinweis per Mail, damit wir das korrigieren können.

Struktur und Inhalte

Unter Grundsätze gibt es mehr zu unserem Selbstverständnis

Eine Auflistung des britischen Geheimdienstes - Deutsche Kriegsverbrechen - gibt eine erste chronologische Uebersicht.

Bei Aktuell stellen wir thematisch passende - oder andere wichtige - aktuelle Informationen ein.

Alle in den Texten genannten Quellen sind hier zu finden.

Wir haben viele offene Fragen, die noch zu bearbeiten sind und freuen uns über Informationen, die weiterhelfen.