Smiles: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Smilés''' (gr. Σμιλές) war ein Dorf unweit von Vrysses, welches zur Gruppe der sogenannten "[[Kedros-Dörfer (Amari)|Kedros-Dörfer]]" gehörte, welche am nördlichen Rand des [[Amari-Becken]]s an den Hängen des Bergs [[Kedros]] liegen. Es wurde am 22.8.1944 von deutschen Truppen zusammen mit acht weiteren Dörfern niedergebrannt und als einziges nie wieder aufgebaut oder besiedelt. Die Zerstörung der Kedros-Dörfer und die Erschießung von zirka 200 ihrer Bewohner wurde als Vergeltungsaktion für die Entführung des deutschen Generals [[Kreipe]] begründet, dessen Entführer nach deutscher Meinung zusammen mit dem gefangenen General die Dörfer passiert hatten und von den Bewohnern gedeckt worden seien.
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[[Bild:Wilde_Tulpe_in_Smiles.JPG|thumb|200px|right|Wilde Tulpe in den Ruinen]]'''Smilés''' (gr. Σμιλές) war ein Dorf unweit von Vrysses, welches zur Gruppe der sogenannten "[[Kedros-Dörfer (Amari)|Kedros-Dörfer]]" gehörte, welche am nördlichen Rand des [[Amari-Becken]]s an den Hängen des Bergs [[Kedros]] liegen. Es wurde am 22.8.1944 von deutschen Truppen zusammen mit acht weiteren Dörfern niedergebrannt und als einziges nie wieder aufgebaut oder besiedelt. Die Zerstörung der Kedros-Dörfer und die Erschießung von zirka 200 ihrer Bewohner wurde als Vergeltungsaktion für die Entführung des deutschen Generals [[Kreipe]] begründet, dessen Entführer nach deutscher Meinung zusammen mit dem gefangenen General die Dörfer passiert hatten und von den Bewohnern gedeckt worden seien.
  
 
==Lage und heutiger Zustand==
 
==Lage und heutiger Zustand==
 
[[Bild:Smiles-Map.jpg|thumb|200px|left|Smiles, nördlich von Vrysses]]Die Wüstung Smilés liegt nahe des Laufs des Flusses Geropotamos in einer sehr fruchtbaren Umgebung, zur Zeit seiner Zerstörung war es von ungefähr 60 Menschen bewohnt. Der nördliche Zugangsweg überquert den Geropotamos über eine alte Bogenbrücke. Rundgeschliffene Felsen links und rechts des Flussbetts lassen ahnen, dass das der ganzjährig fließende Bach weit über seine Ufer treten kann. Nähert man sich dem Dorf vom Fluss aus, wirkt es mit den dunklen, lückenlos zusammengebauten Hausmauern fast wie eine verfallene Festung. Enggedrängt liegen die meist dachlosen Ruinen der Natursteinhäuser oberhalb eines natürlichen Hangs zum Flußtal. Es mögen insgesamt zirka 12 Hausstätten gewesen sein. Am südlichen Dorfrand ist noch das Quellhaus und die Kirche erhalten, deren Dach notdürftig mit Kunststoffplanen abgedeckt ist, wohl um die noch erhaltenen Deckenmalereien vor dem entgültigen Verfall zu schützen. Nahe der Kirche stehen zwei große teilabgebrannte Platanen - ob die Bäume in der damaligen Feuersbrunst oder später durch Blitzschlag abbrannten, war nicht zu erschließen. Setzt man den Weg bergan Richtung Vrysses fort, gelangt man nach ungefähr 200 Metern an den Friedhof von Smilés mit noch 3 gepflegten Familiengräbern und der verfallenen Friedhofskapelle. Der weitere Fußweg bis Vrysses dauert eine viertel Stunde.
 
[[Bild:Smiles-Map.jpg|thumb|200px|left|Smiles, nördlich von Vrysses]]Die Wüstung Smilés liegt nahe des Laufs des Flusses Geropotamos in einer sehr fruchtbaren Umgebung, zur Zeit seiner Zerstörung war es von ungefähr 60 Menschen bewohnt. Der nördliche Zugangsweg überquert den Geropotamos über eine alte Bogenbrücke. Rundgeschliffene Felsen links und rechts des Flussbetts lassen ahnen, dass das der ganzjährig fließende Bach weit über seine Ufer treten kann. Nähert man sich dem Dorf vom Fluss aus, wirkt es mit den dunklen, lückenlos zusammengebauten Hausmauern fast wie eine verfallene Festung. Enggedrängt liegen die meist dachlosen Ruinen der Natursteinhäuser oberhalb eines natürlichen Hangs zum Flußtal. Es mögen insgesamt zirka 12 Hausstätten gewesen sein. Am südlichen Dorfrand ist noch das Quellhaus und die Kirche erhalten, deren Dach notdürftig mit Kunststoffplanen abgedeckt ist, wohl um die noch erhaltenen Deckenmalereien vor dem entgültigen Verfall zu schützen. Nahe der Kirche stehen zwei große teilabgebrannte Platanen - ob die Bäume in der damaligen Feuersbrunst oder später durch Blitzschlag abbrannten, war nicht zu erschließen. Setzt man den Weg bergan Richtung Vrysses fort, gelangt man nach ungefähr 200 Metern an den Friedhof von Smilés mit noch 3 gepflegten Familiengräbern und der verfallenen Friedhofskapelle. Der weitere Fußweg bis Vrysses dauert eine viertel Stunde.
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Bild:Wilde_Tulpe2.JPG|Wilde Tulpe
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Bild:Brücke Smiles.JPG|Bogenbrücke
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Bild:Ruinen1 Smiles.JPG|Ruinen
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Version vom 3. April 2010, 21:01 Uhr

Wilde Tulpe in den Ruinen
Smilés (gr. Σμιλές) war ein Dorf unweit von Vrysses, welches zur Gruppe der sogenannten "Kedros-Dörfer" gehörte, welche am nördlichen Rand des Amari-Beckens an den Hängen des Bergs Kedros liegen. Es wurde am 22.8.1944 von deutschen Truppen zusammen mit acht weiteren Dörfern niedergebrannt und als einziges nie wieder aufgebaut oder besiedelt. Die Zerstörung der Kedros-Dörfer und die Erschießung von zirka 200 ihrer Bewohner wurde als Vergeltungsaktion für die Entführung des deutschen Generals Kreipe begründet, dessen Entführer nach deutscher Meinung zusammen mit dem gefangenen General die Dörfer passiert hatten und von den Bewohnern gedeckt worden seien.

Lage und heutiger Zustand

Smiles, nördlich von Vrysses
Die Wüstung Smilés liegt nahe des Laufs des Flusses Geropotamos in einer sehr fruchtbaren Umgebung, zur Zeit seiner Zerstörung war es von ungefähr 60 Menschen bewohnt. Der nördliche Zugangsweg überquert den Geropotamos über eine alte Bogenbrücke. Rundgeschliffene Felsen links und rechts des Flussbetts lassen ahnen, dass das der ganzjährig fließende Bach weit über seine Ufer treten kann. Nähert man sich dem Dorf vom Fluss aus, wirkt es mit den dunklen, lückenlos zusammengebauten Hausmauern fast wie eine verfallene Festung. Enggedrängt liegen die meist dachlosen Ruinen der Natursteinhäuser oberhalb eines natürlichen Hangs zum Flußtal. Es mögen insgesamt zirka 12 Hausstätten gewesen sein. Am südlichen Dorfrand ist noch das Quellhaus und die Kirche erhalten, deren Dach notdürftig mit Kunststoffplanen abgedeckt ist, wohl um die noch erhaltenen Deckenmalereien vor dem entgültigen Verfall zu schützen. Nahe der Kirche stehen zwei große teilabgebrannte Platanen - ob die Bäume in der damaligen Feuersbrunst oder später durch Blitzschlag abbrannten, war nicht zu erschließen. Setzt man den Weg bergan Richtung Vrysses fort, gelangt man nach ungefähr 200 Metern an den Friedhof von Smilés mit noch 3 gepflegten Familiengräbern und der verfallenen Friedhofskapelle. Der weitere Fußweg bis Vrysses dauert eine viertel Stunde.