Smiles

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Smilés (gr. Σμιλές) war ein Dorf unweit von Vrysses, welches zur Gruppe der sogenannten "Kedros-Dörfer" gehörte, welche am nördlichen Rand des Amari-Beckens an den Hängen des Bergs Kedros liegen. Es wurde am 22.8.1944 von deutschen Truppen zusammen mit acht weiteren Dörfern niedergebrannt und als einziges nie wieder aufgebaut oder besiedelt. Die Zerstörung der Kedros-Dörfer und die Erschießung von zirka 200 ihrer Bewohner wurde als Vergeltungsaktion für die Entführung des deutschen Generals Kreipe begründet, dessen Entführer nach deutscher Meinung zusammen mit dem gefangenen General die Dörfer passiert hatten und von den Bewohnern gedeckt worden seien.

Smiles, nördlich von Vrysses
Smilés liegt nahe des Laufs des Flusses Geropotamos in einer sehr fruchtbaren Umgebung, zur Zeit seiner Zerstörung war es von ungefähr 60 Menschen bewohnt. Heute findet man nur noch dachlose Ruinen der Natursteinhäuser, die enggedrängt oberhalb eines natürlichen Hangs zum Flußtal liegen. Am nördlichem Dorfrand ist noch das Quellhaus und die Kirche erhalten, deren Dach notdürftig mit Kunststoffplanen abgedeckt ist, wohl um die noch erhaltenen Deckenmalereien vor dem entgültigen Verfall zu schützen. Nahe der Kirche stehen zwei große teilabgebrannte Platanen - ob die Bäume in der damaligen Feuersbrunst oder später durch Blitzschlag abbrannten war nicht zu erschließen.