Weixler

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Franz Peter Weixler (geb. 31.8.1899 in München, gest. 23.4.1971 in Bad Reichenhall) war als Photograph der Wehrmacht an der Invasion Kretas beteiligt. Er photographierte am 2.Juni 1941 die Exekution in Kondomari und verhalf seinen Angaben nach dabei neun Kretern zur Flucht. Wegen der Weitergabe der Bilder und seiner Berichte über die Taten der Wehrmacht auf Kreta wurde er mehrfach inhaftiert. In einer Zeugenaussage für den Nürnberger Kriegsverbrecherprozess berichtete er über das Massaker in Kondomari.


Biographie

Ausbildung und Beruf

Weixler besuchte die Realschule und studierte Bankwissenschaft an der Handelshochschule in Berlin. Er nahm am 1.Weltkrieg teil und wurde 1919 Mitglied des Freikorps Epp. Von 1922 bis 1924 leitete er in Berlin die Börsen- und Effektenabteilung der Creditbank für Industrie und Landwirtschaft. Anschließend war er bis 1926 Direktor der Reichsbundbank AG und von 1926 bis 1930 Mitinhaber der Baukommandite Weixler & Co in Berlin. Von 1930 an war er Direktor der Filiale der Preußischen Landespfandbriefanstalt in München und wurde dort 1937 aus politischen Gründen entlassen. Von 1937 bis 1939 arbeitete er ohne feste Anstellung als Photograph und Schriftsteller.

Wehrmacht und Entlassung

Von 1939 war er Angehöriger der deutschen Wehrmacht und nahm am 2.Weltkrieg teil, bis er 1941 aus politischen Gründen entlassen wurde. Er wurde degradiert und als 'wehrunwürdig' eingestuft. 1943 wurde er wieder verhaftet, von Januar 1944 bis April 1945 war er wegen Wehrkraftzersetzung und Verstoß gegen das Heimtückegesetz angeklagt.

Politisches Engagement vor dem Krieg

Weixler war vor 1933 im katholischen Vereinswesen tätig und Mitglied der Christlichen Gewerkschaften. Er war außerdem Mitglied der BVP und deren Wirtschaftsbeirat. 1933 wurde er Mitglied in der NSDAP und der SS, im März 1934 wurde er ausgeschlossen. Er war Mitglied verschiedener Widerstandsgruppen. 1934 wurde er verhaftet und es wurde gegen ihn ein Sondergerichtsverfahren eingeleitet, das wegen einer Amnestie eingestellt wurde.

Politisches Engagement nach dem Krieg

Weixler beteiligte sich an der Gründung der CSU in Krailing und war Delegierter im Landesausschuß und in der Landesversammlung der CSU.

Veröffentlichungen

Quellen

Alle Angaben zur Biographie sind aus: Barbara Fait, Alf Mintzel, Thomas Schlemmer: Die CSU 1945-1948 - Protokolle und Materialien zur Frühgeschichte der christlich-sozialen Union. Institut für Zeitgeschichte. München 1993. Veröffentlicht von Oldenbourg Wissenschaftsverlag ISBN 3486559826, 9783486559828 1989 Seiten Einzusehen bei: Google.books