Deutsche Kriegsverbrechen auf Kreta

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Schlacht um Kreta Mai 1941 - (BEITAG IST IN BEARBEITUNG)

Ende Mai 1941 griff Deutschland mit Bombern, Fallschirmjägern und Gebirgsjägern Kreta an und besetzte nach zehntägigen schweren Kämpfen die Insel. Die Verluste waren auf beiden Seiten hoch: etwas xxx griechische Soldaten und Zivilisten, xxxx allierte und xxx deutsche Soldaten kamen dabei ums Leben.

Die meisten wehrfähigen Kreter waren zur Zeit des Angriffs auf dem Festland. Sie hatten im Albanienfeldzug gegen Italien und gegen die deutsche Invasion gekämpft und waren teilweise in deutscher Kriegsgefangenschaft. Seit November 1940 waren allierte Truppen (zum größten Teil Briten, Australier und Neuseeländer) auf Kreta stationiert, um die Insel gegen einen erwarteten Angriff zu verteidigen. Verstärkt wurden sie durch allierte Soldaten, die sich nach der Niederlage Griechenlands nach Kreta zurückgezogen hatten. Diese Truppen waren allerdings desorgainsiert und schlecht ausgerüstet, weil sie schwere Waffen und Ausrüstung auf dem Festland zurücklassen mussten.

Gegen den Angriff der Deutschen wehrten sich deshalb auch viele kretische Zivilpersonen - Frauen, Jugendliche und Alte. Sie verfügten über wenig Waffen. Die militärische Ausrüstung war mit aufs Festland geschickt worden. Zudem hatte die Metaxas-Regierung als Reaktion auf einen Aufstand 1938 verfügt, daß die Kreter ihre Waffen abzugeben hätten. Zur Verteidigung der Insel nahmen die Einwohner deshalb, das was sie zur Verfügung hatten: neben versteckt gehaltenen Waffen auch Messer, Äxte, Mistgabeln und Steine. Im Laufe der Kämpfe nahmen sie dann Waffen, Munition und Ausrüstung von besiegten deutschen Soldaten.

Trotz vorheriger Aufklärung zeigte sich die deutsche Seite vom Widerstand der Kreter überrascht. Die Versuche, den Kretern zu erklären, man bekämpfe auf der Insel lediglich die Briten, wirkten auf diese nicht sehr überzeugend, zumal der Angriff auf die Insel von Bombardierungen und Zerstörungen der Städte Chania, Iraklio und Rethymno (?) eingeleitet wurde.

Auf den unerwarteten Widerstand der Kreter reagierten die deutschen Befehlshaber Ringel und Student bereits während der Kämpfe mit drakonischen Anweisungen: --- Ringel-Befehl vom 23.5.1941 ---



Behauptet wurde, Kreter hätten in vielen Fällen deutsche Soldaten verstümmelt und ausgeraubt. Untersucht wurden diese Beschuldigungen durch Befragung von deutschen und kretischen Zeugen vom ...5. - ....1941 durch eine Kommission unter Leitung von Dr. Helmuth Unger. Diese kommt abschließend (Bericht vom 19.6.1941) zu dem Ergebnis: --- Auszug Unger --- Die 'kriegsuntypischen' Verletzungen dürften teilweise durch die unüblichen Waffen verursacht gewesen sein. Kretische Zeugen verweisen auf Geierfraß, Xylander [1] verweist auf die durch Hitze hervorgerufenen Veränderungen an Leichen, die für die Deutschen unbekannt gewesen seien. Bruno Bräuer, der als ... der ... am Angriff auf Kreta teilnahm und 1943 Festungskommandant wurde, relativierte selbst 194? gegenüber Tavanas die Verstümmelungsgerüchte [2]

"Vergeltungsmaßnahmen"

Befehlshaber des deutschen Angriffs war der Fliegergeneral Kurt Student. Am 31.5.2008 erließ er den Befehl "Vergeltungsmaßnahmen". - (Zitat) -

  • Am 2.Juni 1941 wurden in Kondomari, einem Dorf zwischen Chania und dem Flughafen Maleme mindestens 23 Dorfbewohner erschossen. Ihnen wurde zur Last gelegt...
  • Am 2.Juni 1941 wurden bei Alikianos, einem Dorf südwestlich von Chania 42 Einwohner erschossen. Sie wurden gezwungen eine Grube zu graben, in die sie bei der Erschießung hineinfielen. Augenzeugen berichteten, manche von ihnen hätten noch gelebt, als die Grube mit Erde zugeschüttet wurde[3]
  • Am 3.Juni 1941 wurden die Kleinstadt Kandanos und die umliegenden Dörfer Floria, .... zerstört und es wurden ... Männer [4] erschossen. Anlaß war ein Hinterhalt, mit dem Einwohner deutsche Truppen daran gehindert hatten, die abziehenden alliierten Soldaten auf ihrem Weg nach Paleochora zu verfolgen. Dabei waren xxx deutsche Soldaten getötet worden. Kandanos wurde zur 'Toten Zone' erklärt, das heißt den Einwohnern wurde verboten, in den Ort zurückzukehren und die Häuser wieder aufzubauen.
  • Am 3.Juli 1941 wurden im Dorf Tavronitis, das neben dem Flughafen Maleme liegt, 12 Einwohner erschossen. Ihnen wurde zu Last gelegt, zwei deutsche Soldaten ermordet und verstümmelt zu haben. Die Dorfbewohner erklärten, sie hätten die beiden beim Absturz verwundeten Deutschen den Allierten übergeben, die sie als Kriegsgefangene abtransportiert hätten [5]


  1. Xylander, Marlen von: Die deutsche Besatzungsherrschaft auf Kreta 1941-1945, Freiburg 1989, S.30f
  2. Beevor: Crete - the Battle and the ResistanceLondon 1991. Paperback ISBN 0 7195 6831 5. S.268
  3. Aus dem Bericht des zentralen Ausschusses zur Feststellung von Kriegsverbrechen auf Kreta von Nikos Kazantzakis u.a., zitiert nach Preschner, Hans: General Kreipe wird entführt. Mähringen 2007. Preschner zitiert nach: Rondholz, Eberhard: Die Erde über den Gräbern bewegt sich noch. In: ZEIT-Punkte Nr.3/1995.
  4. Die hier vorher genannte Zahl von 189 ist falsch und muss recherchiert werden.
  5. Νικολακάκης, Δημήτρης: Ταυρωνίτης 3.7.1941 - Εκτελεστικό απόσπασμα Ηλίας και Θανάσης Γιακούμακης. Χανιά 2004. ΙΣΒΝ 960-86576-5-2 (Nikolakakis, Dimitris: Tavronitis 2.7.1941 - Hinrichtungskommanda Ilias und Thanasis Giakoumakis)