Friedhof Maleme

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Deutscher Soldatenfriedhof Maleme

Deutscher Soldatenfriedhof Maleme

Etwa 20 km westlich von Chania liegt der deutsche Soldatenfriedhof Maleme.
Er wurde auf der "Höhe 107" eingereichtet. Von diesem Hügel aus beherrschten im Mai 1941 die neuseeländischen Verteidiger mit ihren schweren Waffen das Flugfeld Maleme, das die Deutschen mit Luftlandetruppen erobern wollten.
Die 2 Rollbahnen sind im Norden in 1 km Entfernung zu sehen. Die 7-tägigen Kämpfe um diesen Flugplatz waren extrem schwer und blutig. Erst als die Deutschen hier die Oberhand gewannen, konnte sie die Invasion Kretas fortsetzen. Die Schlacht um Kreta

Der Friedhofsanlage liegt die Idee zugrunde, die Gräberfelder mit den Gefallenen der vier Hauptkampfräume Chania, Maleme, Rethymnon und Iraklion sichtbar zu machen. Auf einem Platz sind auf Metalltafeln die Namen von 360 Soldaten verzeichnet, die auf der Insel gefallen sind und nicht geborgen werden konnten. Im Eingangsbereich des Friedhofs wird in einer Ausstellung über dessen Geschichte informiert, dort liegen auch Namensbücher aus.

Der Volksbund Kriegsgräberfürsorge überführte 1960 deutsche Gefallene aus verstreuten Feldgräbern und provisorischen Gräberanlagen in das Kloster Gonia. 1974 wurden 4.465 Gefallene auf den Friedhof Maleme umgebettet.

Angaben vorwiegend nach Website der Kriegsgräberfürsorge

Gräber deutscher Kriegsverbrecher

Merkwürdigerweise ist in Maleme auch der ehemalige 'Festungskommandant' Bruno Bräuer begraben, der als Kriegsverbrecher am 20.Mai 1947 in Chaidari bei Athen hingerichtet wurde, [1]

Der ebenfalls am 20.5.1947 in Chaidari hingerichtete General Friedrich Wilhelm Müller ist auf der Kriegsgräberstätte Dionyssos-Rapendoza bei Athen begraben, [2]

Dort ist auch der in Thessaloniki hingerichtete Oberfeldwebel Fritz Schubert, der als Verantwortlicher für das 'Jagdkommando Schubert' gefürchtet und gehasst war, ist begraben, [3]


Kretische Widerstandskämpfer als Beschäftigte des Friedhofs

Nach dem Krieg arbeiteten u.a. Georgios Psychoundakis[4], Sofia Pateraki [5] und Manolis Paterakis [6] auf dem Friedhof.

Lage

Media:Maleme_Friedhof.kmz

Quellen

  1. Nachweis bei der Kriegsgräberfürsorge
  2. Nachweis
  3. Nachweis
  4. s. Psychoundakis: The Cretan Runner S.
  5. Persönlich von ihr berichtet im September 2007
  6. Persönlich berichtet von M.Paterakis' jüngstem Bruder Vardis im September 2007